Ich weiß nicht, was ich jetzt mit mir anfangen soll.

Der Krieg der Eisriesen gegen, naja, so ziemlich alle anderen hat sich lange abgezeichnet. Von dem Krieg bekomme ich nur mit, weil ein paar Tage lang die Sonne nicht aufgeht. Als die Eisriesen verlieren, mache ich mir Sorgen, wie man mit den Menschen umgehen wird, die, wie ich, für sie gearbeitet haben. Hauptsächlich um die Pferde kümmern und die Wahrheitskugeln polieren – Sachen für die man halt warme Hände haben muss. Aber es kommt nichts; es wird allgemein angenommen, dass wir gezwungen wurden (was nicht stimmt). Nach der Niederlage arbeiten wir noch eine Weile, die Kälteminen laufen ebenfalls weiter und man sieht die Eisriesen einmal im Monat den Vollmond anheulen. Es sind aber weniger als vorher und irgendwann sind nur noch Menschen in den Frostfestungen. Eines Tages wird uns gesagt, dass wir nicht zu kommen brauchen und Bescheid bekommen, wenn es weitergeht. Wir suchen uns neue Jobs und vergessen nach und nach.
Nur wenn ich an verschneiten Bergen vorbeifahre, denke ich noch daran.

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Dahinter Kälte

eisfestung

Eine Forschungsstation, weit im Norden. Es schneit ununterbrochen. Drinnen ist es sauber und aufgeräumt, aber es ist keiner da. Die Luft ist so kalt, dass man beim Ausatmen Wolken bildet. Wo sind alle? Ist es überhaupt eine Forschungsstation? Es wirkt von außen wie eine Festung. In den Fluren hängen Schilder mit Diagrammen und langen Erläuterungen, geschrieben in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Ich habe den Eindruck, dass mich aus den verschneiten, kalten Bergen heraus etwas beobachtet.