Endlich Klarheit

Es ist Nacht. Ich wache davon auf, dass ich höre, dass jemand in meiner Wohnung ist. Ich wohne alleine und niemand außer mir hat einen Schlüssel. Ich höre, wie sich jemand im Flur bewegt. Kopfmäßig weiß ich, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach ein Einbrecher ist, der Fernseher, Geld etc. sucht und dann seiner Wege geht. Trotzdem habe ich Angst, Bauchangst, dass es etwas schlimmeres sein könnte, ein Mörder oder etwas furchtbareres als ein Mörder. Das Wort „Gräuel“ kommt mir in den Sinn. Ich höre, wie sich der Eindringling auf mein Schlafzimmer zubewegt. Er öffnet die Tür. Ich stelle mich schlafend. Bitte geh‘ weg. Bitte, bitte, bitte geh‘ weg. Er bewegt sich nicht laut, aber er gibt sich auch keine Mühe, besonders leise zu sein. Er beobachtet mich anscheinend.
Als mir auffällt, wie kühl, sachlich neugierig er ist, fange ich unwillkürlich an vor Angst zu zittern.

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