Wach bleiben wollen, nicht wach bleiben können, alpträumen.

Ich sitze in einem leeren, großen Raum, auf einem Sofa. Die Wände sind kahl, der Boden in einem rot-weißen Schachbrettmuster gekachelt. Neben mir sitzt eine Frau, die ich nicht kenne. Sie wirkt abwesend und schaut ins Leere. Wie lange sitze ich hier schon? Der leichte Staub, der in der Luft hängt, verdichtet sich. Erst langsam, dann immer schneller, bis er sich schließlich zu einem Mann zusammengezogen hat, der auf einem schlichten Holzstuhl sitzt. Er ist elegant angezogen, aber ganz in grau. Vielleicht wirkt es auch nur so, weil er aus Staub besteht. Ich merke, dass sein Blick aufmerksam auf mich gerichtet ist.
„Und wie lange fühlen Sie sich schon so?“, fragt er mich. Ich bin überrascht, dass er sprechen kann.
„Wie bitte?“, frage ich.
„Wen haben Sie heute mitgebracht?“, fragt er und zeigt auf die Frau neben mir.
Ich drehe mich zu ihr um. Sie schaut ins Leere, als sei sie in tiefer Trance.
„Ich sehe diese Frau gerade zum ersten Mal.“
Sie bewegt die Lippen. Sie spricht nicht, sondern es kommt Rauch aus ihrem Mund, der ein Bild formt: Das eines Rades. Sie haucht es an und es beginnt, sich zu drehen.
Der Graue lächelt mir, Mut machend?, zu und fragt: „Erinnern Sie sich?“
Ich würde gerne etwas beipflichtendes sagen, denn ich finde den Grauen sympathisch, aber ich weiß wirklich nicht, was er meint.
Er sieht mir das an und ergänzt: „Sie haben bereits alle Teile. Sie müssen sie nur richtig zusammenlegen.“

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